Innovation: Lehren von Prof. Ulrich Weinberg - HPI School of Design Thinking

Donnerstag habe ich beim Würzburger Wirtschaftssymposium einen Vortrag über die Innovationskraft von Startups gehalten. Die Veranstaltung war bestens organisiert und es waren interessante Redner dabei.

Auf der Rückfahrt nach Berlin hatte ich dann ein sehr inspirierendes Gespräch mit Prof. Ulrich Weinberg. Er leitet die School of Design Thinking (D-School) am Potsdamer Hasso Plattner Institut.

Ganz ehrlich, Ulrich Weinberg hat mich persönlich echt beeindruckt (…und das kommt selten vor ;) ):

Er denkt innovativ – von großen Veränderungen bis hin zu alltäglichen Details. „Es gibt Sachen die man sich antrainiert, obwohl es keinen Sinn macht sie sich antrainieren zu müssen.“ Das heißt, wir arbeiten oft mit Dingen, die nicht perfekt sind, aber wir gewöhnen uns daran und nehmen sie hin.

Ulrich Weinberg hat einen Blick dafür und setzt sich ein, dass an solchen Stellen verändert wird. Er ist Lehrender und lässt andere an seinen Erfahrungen und Ideen teilhaben. Und er glaubt, dass jeder Mensch innovativ sein kann.

Für die Umsetzung hilft ihm, dass er langjähriger Unternehmer ist. Er denkt von daher realistisch und ist ein Netzwerker der Leute einbezieht.

Und ich finde das Konzept der D-School klasse. Ulrich Weinberg hat mir erlaubt seine Präsentation zu veröffentlichen:

Der Design Thinking Process:

Design Thinking

Was können Startups davon lernen?

  • Achtet auf einen komplementären Gene Pool!
    • multidisziplinäre Gruppe vs nur Investmentbanker oder nur ITler
    • Männer & Frauen statt „Boy Group“
    • Mix aus Senior (Erfahrung) und Junior (unverbrauchter Blick) Personen
    • entwickelt eine gemeinsame Kultur
  • Denkt und arbeitet in Iterationen!
    • Startet mit der Vision und brecht sie runter
    • Baut Prototypen
    • Holt euch früh Feedback
    • Seit bereit den Prototypen / die Idee anzupassen
  • Customer Focus!
    • Definiert eure Zielgruppe (Personas oder Customer Jobs)
    • Sprecht mit Euren Kunden
    • Beobachtet sie beim Benutzen Eures Produktes
    • Stellt Fragen die euren Horizont erweitern – nicht nur einfache Bestätigung geben

Weiterlesen:
Brand Eins Artikel zum Thema
D-School Potsdam

D-School Stanford

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3 Comments »

  1. Silvan T. Golega said,

    November 24, 2008 @ 12:55 am

    Und wer sehen will, was HPI Absolventen so für Start-Ups im Bereich Design Thinking gründen, kann sich z.B. http://rapidrabb.it anschauen. Launch ist am ersten Dezember, doch es gibt schon einiges in der Preview-Version zu sehen.

  2. Manuel said,

    December 4, 2008 @ 1:27 am

    Hallo Kolja,

    Mit deinen Aussagen hast du absolut recht. Die angewandten Methoden sind dem IDEO-Prozess sehr ähnlich. Man sollte nur mal Folie 11 der Präsentation und der Seite http://www.ideo.com/thinking/approach/ vergleichen. :-)

    Bei IDEO wird in folgenden Schritten gearbeitet:
    Analyze
    Design
    Build
    Play
    Review

    Es ist sehr wichtig, dass man diese Phasen mehrmals iterativ durchläuft. Wenn man einen Prozess mit Review (bzw. Test) abgeschlossen hat, soll man mit den neuen Erkenntnissen wieder mit Analyze (bzw. Understand) beginnen.

    Anscheinend ist die Nachfrage nach diesem Innovations-Tool auch sehr hoch. Siehe http://www.brainguide.de/der-ideo-innovationsprozess

    Beste Grüße, Manuel

  3. Architects of design thinking - David Kelley und Hasso Plattner am 19.2.09 beim HPI Potsdam | Kolja Hebenstreit said,

    February 13, 2009 @ 10:14 pm

    […] Über die D School am HPI habe ich ja schonmal ausführlicher geschrieben. […]

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